SPD Malsch

 

SPD Malsch macht sich für die Beschäftigten bei Schlecker stark

Veröffentlicht in Ortsverein

Im vergangenen Jahr hat die Drogeriemarktkette Schlecker bundesweit über 1.000 kleinere Filialen geschlossen. Den Beschäftigten wurde gekündigt. Einem Teil von ihnen wurden als Ersatz Jobs in neu eröffneten, so genannten XL-Märkten angeboten. Diese Beschäftigten wurden allerdings nicht bei Schlecker angestellt, sondern zu deutlich schlechteren Konditionen bei der Leiharbeitsfirma Meniar im sächsischen Zwickau, die von einem früheren Schlecker-Mitarbeiter geleitet wird. Die Beschäftigten, die sich auf die neuen Verträge eingelassen haben, verloren fast 50 Prozent ihres Lohnes und mussten auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld verzichten!

Zwar hat der öffentliche Druck mittlerweile dazu geführt, dass Schlecker erklärt hat, nicht mehr mit der Zeitarbeitsfirma Meniar zusammenarbeiten zu wollen, doch ist dies laut der zuständigen Gewerkschaft ver.di noch lange kein Grund zur Entwarnung.

Die Malscher SPD befürchtet eine ähnliche Entwicklung auch für die beiden Malscher Schlecker-Filialen in der Haupt- und in der Adlerstraße. Am 27. Januar lud sie daher die ver.di-Vertreterin Marion Tzscheutschler sowie den Betriebsrat von Schlecker im Bezirk Rastatt, zu dem auch Malsch gehört, zu einem Informationsgespräch ein. An diesem Gespräch nahmen auch Beschäftigte der Malscher Schlecker-Filialen teil, die verständlicherweise in größter Sorge um ihre Arbeitsplätze sind.

Tatsache ist, dass die Verkaufsstelle in der Adlerstraße geschlossen wird. Dies haben die Beschäftigten dort allerdings noch immer nicht von ihrem Arbeitgeber erfahren, sondern von Seiten des Vermieters sowie des Gemeinderates, der in öffentlicher Sitzung bereits einer Nutzungsänderung für das Ladengeschäft zugestimmt hat. Ab 7. April öffnet dort eine Filiale der Karlsruher Bäckerei Neff.
Ungewiss ist hingegen, was in der Filiale am Mühlenplatz (Hauptstraße) geplant ist. Gerüchten zufolge soll dort ein XL-Markt der Firma Schlecker eröffnet werden.

Der Malscher SPD-Vorsitzende Erich Fehr sagte nach dem Gespräch mit Betriebsrat und Beschäftigten: „Die SPD Malsch wird die weitere Entwicklung vor allem in Bezug auf den Schlecker-Markt am Mühlenplatz genau beobachten und an der Seite der Beschäftigten stehen. Die SPD wird sich in jedem Fall gegen Lohndumping wehren und auf die Einhaltung des Tarifvertrages Einzelhandel drängen!“

Zu einem Boykott der Märkte will die SPD allerdings ausdrücklich nicht aufrufen, da sich dies nur gegen die Beschäftigten richten würde. Karl Buhlinger, der Vorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion, bezeichnete es als unerträglich, dass die Mitarbeiterinnen in der Verkaufsstelle Adlerstraße von ihrem Arbeitgeber derart im Unklaren gelassen würden und setzte sich für eine wohnortnahe Weiterbeschäftigung der Betroffenen ein – natürlich zu den bisherigen Arbeitsbedingungen!

 

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